
Freitag, 24. Juli 2009
KITTY HOFF & FÔRET-NOIRE
BIX Jazzclub
Kitty Hoff gilt als einer der größten Geheimtipps der deutschen Chansonszene, die mit ihrer originellen Mischung aus Bossa Nova, Jazz, Pop und Swing aus der deutschen Musikszene herausragt. Sie studiert Gesang, Schauspiel und Tanz in Wien und Essen (Folkwanghochschule) und zieht nach Berlin. Dort wird sie zweimalige Preisträgerin im 'Bundeswettbewerb Gesang Berlin' (Sparte Chanson / Song) und erhält 2005 von der Berliner Senatsverwaltung ein Tonstudio-Stipendium. Kitty Hoff nimmt Meisterkurse (u.a. bei der Brecht-Diseuse Gisela May, Kurt-Weill-Fest Dessau) und trifft vier fabelhafte Musiker, die unter dem Namen Forêt-Noire rasch die Begleitband der Künstlerin stellen und mit ihr ihre Songs aufnehmen. Das Label Virgin wird auf sie aufmerksam und nimmt sie unter Vertrag. Als ihr Debüt- Album „Rauschen“ 2005 erscheint, geht ebensolches durch die Feuilletons: Endlich jemand, der das ursprünglich nur den Franzosen vorbehaltene Genre entstaubt, frische Melodien und augenzwinkernde Texte miteinander verbindet. Mit Preisen wird „La Hoff“ in den darauffolgenden Jahren geradezu überhäuft: unter anderem erhält sie die Förderung durch das Goethe-Institut (2006) und den Förderpreis der 'Liederbestenliste für das deutschsprachige Lied' (2006). Im Februar 2007 folgt der Alben- Zweitling „Blick Ins Tal", der noch intensiver die Talente der Künstlerin heraus arbeitet. Musikalisch zeigt sich das Album in einem abwechslungsreichen Mix aus Jazz, Chanson und Pop-Elementen, der auch schräge E-Gitarren-Klänge und Reggae-Einlagen beinhaltet. Die „Annett Louisan für Erwachsene" unterstreicht, dass es zurzeit wohl niemanden gibt, der so literarisch gewitzt-spitze Texte schreibt wie sie. Einstimmig entscheidet sich 2008 die Jury für Kitty Hoff als Preisträgerin des renommierten 'Lale-Andersen-Preises'. Als erster deutscher Female Act bei Blue Note Germany/EMI erscheint im April 2009 ihr drittes Album „Zuhause“ – gewohnt lässig und gekonnt präsentiert Kitty orchestralen Glitzerpop, rumpeligen Jahrmarkt-Blues, lyrische Walzerballaden, gutgelaunten Reggae-Swing, seidigen Bossa Nova – und ein reizendes deutsch-französisches Duett mit dem Chanson-Star Coralie Clément (Paris). Das Besondere und Einmalige an Kitty Hoff ist vor allem, dass hinter der zunächst heiteren, beschwingten Fassade auch immer Unausgesprochenes, Bedrohliches, latent Neurotisches lauert. Kitty Hoff ist elegant, bildhübsch und mysteriös. Ihre „Minutendramen“ performt sie ausdrucksstark mit intonationssicherer Stimme und ihre versierte Band Forêt-Noire vermag die brillante Lyrik ihrer Chefin konzentriert und wohltemperiert in Szene zu setzen. Perlende Jazzläufe und lässiger Bossa Nova, funkelnder Pop und prickelnder Chanson – Musik für Bauch, Kopf und Beine. Anläßlich der BW-Bank jazzopen 2009 gastiert Kitty Hoff erstmals in Stuttgart.
Besetzung:
Kitty Hoff (gesang, melodica, singende sage)
Phil Marone (gitarren)
Beat Lee Burns (drums, percussion)
Moe Jaksch (kontrabass)
Mark Wenzel (piano, orgel, fender rhodes)