Sonntag, 18. Juli 2010
MIKE BATT presents: Starry Starry Night mit JESSYE NORMAN, KATIE MELUA, TILL BRÖNNER,
CURTIS STIGERS und den STUTTGARTER PHILHARMONIKERN
Porsche-Arena
Am Sonntag, 18. Juli 2010, kommt es zu einem weiteren exklusiven Projekt der jazzopen stuttgart: Jessye Norman, Katie Melua, Till Brönner und Curtis Stigers gastieren mit den Stuttgarter Philharmonikern unter der Leitung von Mike Batt in der Porsche-Arena. Weitere Überraschungsgäste sind geplant. Das abendfüllende Programm mit dem Titel Starry Starry Night ist von Mike Batt, dem Musical Director der jazzopen stuttgart 2010, als Brückenschlag über die Genregrenzen hinweg angelegt: „Ich bin begeistert, dass wir eine derartig brillante Besetzung für unsere erste Starry Starry Night im Rahmen der jazzopen stuttgart 2010 finden konnten. Die ursprüngliche Veranstaltung dieses Namens war eine Benefizveranstaltung für einen Wohltätigkeitsfonds von Prinzessin Anne in London vor vielen Jahren. Jetzt bringen wir dieses Konzept nach Stuttgart und hoffen, dass es das erste von vielen derartigen Konzerten wird. Die Idee ist, ein Sinfonieorchester von Weltrang mit einer atemberaubenden Rhythmusgruppe zu kombinieren und dazu einige Weltstars einzuladen – alle zusammen auf einer Bühne. Die verschiedenen Genres mischen sich hierbei – eine wunderbare Sache –, wodurch der Vielfalt und den Kombinationsmöglichkeiten, die erzeugt werden können, tatsächlich keine Grenzen mehr gesetzt sind. All unsere Gast-Stars sind auf der Höhe ihrer Karriere und ich freue mich sehr, dass die jazzopen stuttgart mir die Plattform bieten, dieses faszinierende und einmalige Projekt zusammenzustellen.“
In Zusammenarbeit mit DEAG Classics+Jazz, welche die Künstlerin europaweit vertritt, präsentieren die jazzopen stuttgart eine weltberühmte Sopranistin – Jessye Norman ist weit über den Bereich der klassischen Musik hinaus bekannt: neben Opern und Liedern der Romantik gehören auch Spirituals und Jazz zu ihrem überaus großen und vielseitigen Repertoire. Mit ihrer herausragenden Stimme ist sie in jedem dieser Gebiete als Interpretin auf höchstem Niveau hervorgetreten. „Jessye Norman”, so hieß es einmal in einer Rezension, „zählt zu jenen Sängerpersönlichkeiten, wie sie nur einmal in jeder Generation auftreten – Persönlichkeiten nämlich, die nicht nur in die Fußstapfen von anderen treten, sondern sich ihren ganz eigenen Platz in der Geschichte des Gesangs erobern.” Diese facettenreiche Geschichte wird durch Jessye Normans Auftritte ständig fortgeschrieben – Auftritte, bei denen sie den berauschenden Klang ihrer Stimme und ihre spontane Leidenschaft vor begeisterten Zuhörern in aller Welt zur Geltung bringt, sei es nun bei Liederabenden, Opernaufführungen oder Konzerten mit Symphonieorchestern und Kammermusikensembles. Die Größe, die Kraft und der Glanz ihrer Stimme bringen ihr ebenso viel Bewunderung ein wie ihre kluge, durchdachte und zugleich bewegende Art, Musik darzubieten – große Klassiker ebenso wie zeitgenössische Werke. Darüber hinaus stellte sie die Zusammenarbeit mit hochkarätigen Künstlern wie Robert Wilson und André Heller, Bill T. Jones, Steve McQueen und Laura Karpman immer wieder vor neue Herausforderungen, ebenso wie das Erarbeiten spannender neuer Facetten innerhalb der eigenen künstlerischen Arbeit. So kreierte sie mit Robert Wilson eine aufsehenerregende Bühnenversion von Schuberts Liederzyklus „Die Winterreise”. Ein großes Echo fand auch ihre Darbietung der beiden Einakter „Erwartung” von Arnold Schönberg und „La Voix Humaine” von Francis Poulenc, beides Ein-Personen-Stücke, die zuvor niemals an einem Abend von einer einzigen Sängerin interpretiert worden waren. In einer Inszenierung von André Heller war Jessye Norman erstmals mit beiden Werken an einem Abend zu erleben. Die genannten Produktionen zählen zu den besonderen Höhepunkten der künstlerischen Arbeit Jessye Normans in den letzten Jahren, mit denen sie nicht nur das Publikum an vielen wichtigen Musikstätten der Welt begeisterte, sondern auch ihre eigenen künstlerischen Visionen noch weiter vertiefen und zum Ausdruck bringen konnte. Die Vollkommenheit und Tiefe ihrer Interpretationen werden von der internationalen Presse immer wieder hervorgehoben: „This is an amazing voice, a catalogue of all that is virtuous in singing”, schrieb etwa die New York Times; „The immensity of her voice struck like a thunderbolt … It was like an eruption of primal power”, war in der Jerusalem Post zu lesen. Ein anderer Aspekt ihres Schaffens ist der Künstlerin jedoch ebenso wichtig: Die von ihr gegründete Jessye Norman School of the Arts in ihrer Heimatstadt Augusta (Georgia), die inzwischen ins fünfte Jahr ihres Bestehens geht, dient als Plattform und einzigartige Studienmöglichkeit für begabte Kinder in den Bereichen Musizieren, Schreiben, Drama, Tanz und grafische Gestaltung. Dieses Angebot, das nach dem regulären Schulunterricht stattfindet, ist für die Kinder kostenlos. Auch an der School of Music der Universität in Michigan engagiert sich Jessye Norman für künstlerische Talente. Dort wurde kürzlich in ihrem Namen eine Reihe von Stipendien und Meisterkursen ins Leben gerufen. Zahlreiche wichtige internationale Ehrungen und Auszeichnungen zeugen von der Bewunderung und Anerkennung, die Jessye Norman weltweit entgegengebracht werden. Im Dezember 1997 erhielt sie die höchste Auszeichnung der USA für darstellende Künste, den ’Kennedy Center Honor’, und war damit die jüngste Künstlerin, die diese Ehrung bislang entgegennehmen konnte. Rund 35 Universitäten und Konservatorien auf der ganzen Welt haben ihr bereits die Ehrendoktorwürde verliehen, zuletzt die University of North Carolina, die sie im Mai 2008 zum ’Doctor of Fine Arts’ ernannte.
1984 wurde sie von der französischen Regierung zum ’Commandeur de L’Ordre des Arts et des Lettres’ ernannt; im selben Jahr benannte das Museum für Naturgeschichte in Paris eine Orchidee nach ihr. Im Oktober 1989 wurde Jessye Norman vom französischen Präsidenten Mitterrand in die Ehrenlegion (Légion d’honneur) aufgenommen. 1990 ernannte sie der damalige UN-Generalsekretär Xavier Pérez de Cuéllar zur Ehrenbotschafterin der Vereinten Nationen. Zwei weitere wichtige Auszeichnungen waren die ’Radcliffe Medaille’ (Juni 1997), eine Ehrung, die eng mit der Harvard-Universität verbunden ist, und die ’Eleanor Roosevelt Val-Kill Medaille’ (Herbst 2000) in Anerkennung ihres humanitären und sozialen Engagements. In ihrer Heimatstadt Augusta (Georgia) wurden ein Amphitheater und der dazugehörige Platz über dem Savannah River nach ihr benannt. Von ihren zahlreichen Schallplattenaufnahmen wurden viele mit internationalen Preisen prämiert. So erhielt sie u. a. den ’Grand Prix du Disque’ für ihre Aufnahmen von Werken Wagners, Schumanns, Mahlers und Schuberts, nahm den ’Gramophone Award’ für ihre überragende Interpretation der „Vier letzten Lieder” von Richard Strauss entgegen und wurde mit dem ’Edison Prize’ (Amsterdam) und weiteren hochrangigen Schallplattenpreisen in Belgien, Spanien und Deutschland ausgezeichnet. Einen der wichtigsten internationalen Preise und zugleich die höchste amerikanische Auszeichnung, den ’Grammy Award’, erhielt sie bereits fünfmal: für ein Album mit Liedern von Ravel, Wagners „Lohengrin” und „Die Walküre” sowie Bartóks „Herzog Blaubarts Burg” mit Pierre Boulez und dem Chicago Symphony Orchestra (1999 ’Beste Operneinspielung’). Im Februar 2006 wurde Jessye Norman mit einem ’Grammy’ für ihr Lebenswerk ausgezeichnet – eine Ehrung, die bislang neben Jessye Norman lediglich drei Künstlern aus dem Bereich der klassischen Musik zuteil wurde: Enrico Caruso, Marian Anderson und Leontyne Price. Darüber hinaus gewann sie den ’ACE Award’ der National Academy of Cable Programming für die Sendung „Jessye Norman at Notre Dame”. Im Jahr 2008 war Jessye Norman mit Liederabenden in Deutschland und Frankreich zu hören unter dem Motto „THE FIVE SEASONS – Summer, Winter, Spring, Fall and the Eternal Season of Love” – ein Programm, das sie auch in der New Yorker Carnegie Hall und der Royce Hall der University of California in Los Angeles präsentierte. Im Sommer 2008 eröffnete sie das Festival der geistlichen Musik („Festival des Musiques sacrées du monde“) im marokkanischen Fes und das Festival der Künste in Ohrid (Mazedonien). Liederabende führten sie im Herbst nach Spanien, Österreich und Polen und Konzerte mit Orchester ebenfalls nach Spanien sowie Frankreich und Korea. Jessye Normans Jazzprogramm „The Duke and the Diva” eröffnete die Spielzeit 2008/09 der Universität von Maryland. Auch beim Echternach Festival in Luxemburg war die Künstlerin mit diesem Programm zu hören.
Im November 2008 konnte Jessye Norman ihren zahlreichen Ehrungen eine weitere hinzufügen: Sie erhielt die höchste zivile Auszeichnung des Landes Österreich, das ’Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse’, aus den Händen des Bundespräsidenten Heinz Fischer in der Wiener Hofburg. Der Bundespräsident hob dabei Jessye Normans langjährige künstlerische Beziehung zu Österreich hervor, die sie bereits an zahlreiche Orte überall im Land geführt hat, wobei ihre 25-jährige Verbundenheit mit den Salzburger Festspielen besondere Erwähnung fand. „HONOR!“ war der Name eines dreiwöchigen Festivals, mit dem die Carnegie Hall im März 2009 den afroamerikanischen Beitrag zu ihrer eigenen Geschichte wie auch zur kulturellen Vielfalt der gesamten Welt ehrte. Dieses einzigartige Festival umfasste eine Reihe von Aufführungen, Ausstellungen und Diskussionsforen. Gesponsert von der Carnegie Hall, wurde das Festival von Jessye Norman als Kuratorin betreut. Im Frühjahr und Sommer 2009 war Jessye Norman mit einer breiten Vielfalt von Konzerten in Paris, beim „Ravinia Festival“, beim „Aspen Festival“ und in der Hollywood Bowl zu erleben. Auf ihrer Tournee „Roots: My Life, My Song” mit Konzerten in Berlin, München, Frankfurt am Main und Köln präsentierte sie Werke, die ihr Leben und ihre Musik geprägt haben, von Spirituals über die Songs großer afroamerikanischer Diven bis hin zu Duke Ellington. Ein Live-Mitschnitt dieses von Kritik und Publikum gefeierten Programms ist im Herbst 2009 bei DEAG Music auf CD erscheinen. Neben ihrer intensiven künstlerischen Tätigkeit ist Jessye Norman mit großem Engagement als Direktoriumsmitglied verschiedener künstlerischer wie auch karitativer Organisationen tätig, so bei der New York Public Library, dem Botanischen Garten in New York, der Carnegie Hall, dem Dance Theatre of Harlem, der Howard University, der Lupus Foundation (Paine College) und der Augusta Opera Association. Als „National Spokesman” kümmert sie sich um die Belange der Obdachlosen-Hilfsorganisation „The Partnership for the Homeless” und der Lupus Foundation. Und nicht zuletzt ist Jessye Norman begeisterte Unterstützerin der Pfadfinderinnen (u. a. durch den Verkauf der berühmten Girl Scout Cookies), deren lebenslange Mitgliedschaft sie besitzt. Die Zusammenarbeit von Katie Melua und Mike Batt ist eine der größten Erfolgsgeschichten der zeitgenössischen Popmusik. Seit 2003 trägt diese äußerst fruchtbare künstlerische Konstellation die schönsten Früchte: nicht weniger als drei komplette Top-Ten-Alben gehen auf ihr gemeinsames Konto. Batt betreute sie dabei musikalisch als Produzent, Arrangeur und Songschreiber, wobei Katie Melua einen Teil ihrer Stücke selbst komponiert. Typisch für die Arrangements von Batt sind unaufdringliche Gitarren- oder Streicherbegleitungen, die Meluas Stimme stets im Vordergrund belassen. Sie begleitet sich meist auf der Gitarre und seltener auch am Klavier. Folk- und Blueselemente verschmelzen in ihrer Musik mit Jazz-Akzenten zu einer höchst eigenständigen Form von Popmusik, mit der sie mittlerweile zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aus Großbritannien zählt.
Von „Call Off The Search“, dem Debütalbum der 1984 in Georgien geborenen Sängerin, wurden innerhalb von lediglich vier Wochen über eine Million Exemplare verkauft. Nachdem „Call Off The Search“ im Januar 2004 erstmals Platz 1 der britischen Albencharts erreichte und sich dort sechs Wochen lang hielt, entwickelte sich die Platte zum bestverkauften britischen Album des Jahres 2004 und erreichte in mehreren Ländern Doppelplatin-Status. Seitdem ist Katie Melua mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden – unter anderem mit dem ’Echo’, den sie bereits zweimal erhalten hat sowie dem ’World Music Award 2006’ als erfolgreichste britische Künstlerin weltweit –, und veröffentlichte zwei weitere Alben, die beide zu internationalen Nr.-1-Erfolgen avancierten.
Ihr zweites Album „Piece By Piece“ übernahm unmittelbar nach Erscheinen die Spitze der britischen Charts und erreichte erneut Doppelplatin, hierzulande hielt es sich sensationelle 72 Wochen in den Top-20 der Charts. Damit wurde sie zur weltweit erfolgreichsten britischen Künstlerin der Jahre 2005 und 2006. Auch die Veröffentlichung ihres dritten Albums stieß auf große Resonanz: „Pictures“ erreichte 2007 erneut Top-10-Platzierungen in den deutschen, britischen und österreichischen Albencharts, in der Schweiz sogar Platz 1.
2008 ist auf Mike Batts Label Dramatico mit „The Katie Melua Collection“ eine Zusammenfassung dieser drei Alben erschienen, die auf zwei CDs die musikalische Quintessenz der bisherigen Karriere der 24-jährigen Sängerin/Songwriterin vorstellt und neben ihren größten Hits wie „The Closest Thing to Crazy“ oder „Nine Million Bicycles“ auch „When You Taught Me How To Dance“ aus dem Film „Miss Potter“ und zudem vier bis dato in Deutschland unveröffentlichte Songs enthält – sowie eine im Rahmen der Welttournee in Rotterdam gedrehte Live-DVD. Neben „What A Wonderful World“, ihrem Nr.-1-Duett mit Eva Cassidy, sind das drei neue Songs, die eigens für dieses Album aufgenommen wurden: „Toy Collection“, das Katie Melua für den MySpace-Film „Faintheart“ geschrieben hat, „Somewhere In The Same Hotel“, ein langsamer, bluesiger Song, den Melua zusammen mit Mike Batt komponiert hat sowie „Two Bare Feet“, eine weitere brandneue, temporeiche, in die Zehen gehende Kollaboration von Melua und Batt. Bereits vor der Veröffentlichung steuerte „The Katie Melua Collection“ durch mehr als 100.000 an den Handel ausgelieferte Tonträger auf Goldstatus zu. Im Mai 2009 erschien zudem mit „Live At The O² Arena“ ein Live-Album, das im Rahmen ihrer „Pictures“-Welttournee aufgenommen wurde und ihre einmalige Bühnenpräsenz dokumentiert, mit der sie auch in größten Hallen die Atmosphäre eines intimen Musikclubs herzustellen vermag.. Seit 2004 hat Katie Melua, unter anderem bei zwei großen Welttourneen, die sie auch in die USA, nach Australien, Neuseeland und Japan geführt haben, mehrfach den Globus umrundet. Außerdem gastierte sie bereits auf vielen renommierten Festivals wie dem Montreal International Jazz Festival, dem North Sea Jazz Festival, dem San-Remo-Festival sowie in Montreux und beim Glastonbury Festival, war Teil von Projekten wie ’Live Earth’ und ’Band Aid 20’ und hatte Auftritte in populären TV-Shows wie „Wetten, dass..?“. Am 21. Mai 2010 erscheint mit „The House“ das vierte Album von Katie Melua, das die außergewöhnlich begabte Sängerin bei der Erkundung von neuem Terrain zeigt. Das Album wurde von William Orbit produziert, der eigens aus seinem selbst auferlegten Ruhestand als Produzent zurückkehrte, um mit ihr zu arbeiten. Ihre Zusammenarbeit beschrieb William Orbit auf Twitter: „Es entwickelt sich zu einem der schönsten Projekte an denen ich jemals beteiligt war. Was ich höre kann ich nur als magisch beschreiben“. Darüber hinaus entstanden die neuen Songs gemeinsam mit namhaften Songwritern wie Guy Chambers und Rick Nowles.
Mike Batt, Meluas Entdecker, Manager und Produzent ihrer ersten drei Album, dazu: „William und Katie haben eine großartige Zeit im Studio und alle Beteiligten sind über diese Zusammenarbeit begeistert. Das Material, das sie alleine und auch mit Guy, Rick und anderen geschrieben hat, ist fantastisch und repräsentiert erneut einen faszinierenden Entwicklungsschritt“. Und Katie Melua, der bei ihren Konzerten stets an einer intimen Atmosphäre ohne Showeinlagen gelegen ist, sagt: „Wir haben alle bei der Arbeit im Studio unglaublich viel Spaß. Für die Aufnahmen arbeiteten wir mit meiner Band, die mich auch wieder auf der Tour begleiten wird. Es sind so großartige Musiker und ich bin stolz die Unterstützung all dieser wunderbaren Freunde zu haben.“
Die für ihre Balladen bekannte Katie Melua enttäuscht keine Sekunde, was sich mit der Feinfühligkeit von „Red Balloons“, der verwundeten Neugier von „I’d Love To Kill You“, der bedingungslosen Liebe von „No Fear Of Heights“ und dem tragischen Verrat des Titeltracks zeigt. Und auch Katies Interpretation von „The One I Love Is Gone“, geschrieben von Bill Munroe, ist schlichtweg überwältigend. Vielleicht wird Meluas spannende Kreativkurve in den schnelleren Stücken sogar noch offensichtlicher. „Tiny Alien“ mit seinem charmant-schrägen Folk und die eigenwillige Electro-Rock-Nummer „God On The Drums, Devil On The Bass“ haben ihren Platz neben der berauschenden Unbeschwertheit von „A Happy Place“ und dem burlesken „A Moment of Madness“ gefunden. Gleichzeitig ergänzen das hypnotische „Twisted“ und der orchestrale Pop von „Plague Of Love“ die epische Beharrlichkeit und Dramatik der neuen Single „The Flood“. Soviel Soul war selten im deutschen Jazz zu hören: Till Brönner gehört längst zu denjenigen deutschen Jazzmusikern, die auch international bekannt sind. Der Trompeter, Sänger und Komponist hat bereits mit Weltstars wie Dave Brubeck, Natalie Cole und Chaka Khan gearbeitet und mittlerweile mehr als zehn Studio-Alben veröffentlicht. Brönners Trademark-Sound als Komponist ist warm, melancholisch und elegisch, seine Tonbildung als Virtuose auf der Trompete und dem Flügelhorn ist reif, relaxed und sexy. Wer Brönner einmal gehört hat, weiß, warum die Trompete als das der menschlichen Stimme ähnlichste Instrument gilt. Dass er auch als Sänger überzeugen kann, verwundert daher nicht: Brönner spielt mit seiner Stimme, wie er mit seinem Horn zu singen versteht. Wie kein anderer deutscher Musiker steht der Ausnahmetrompeter nicht nur für die Tatsache, dass Jazz in seiner ersten Stunde Popmusik gewesen ist, sondern belegt auch bestens, dass Jazz immer noch Pop sein kann: Als im Frühsommer 2004 „That Summer“ erschien, war das Album die erste Jazzplatte seit über 20 Jahren, die in die Top 20 der deutschen Verkaufscharts eingestiegen ist. Fast zur gleichen Zeit erschien Brönners Soundtrack-Album zu Pepe Danquarts Tour-de-France-Film „Höllentour", das von den Mitgliedern der Filmakademie in der Sparte ’Beste Filmmusik’ für den Deutschen Filmpreis 2005 vorgeschlagen wurde. Vorher hatte er bereits mit seinem Soundtrack zu Julian Benedikts Dokumentarfilm „Jazz Seen" geglänzt.
Bereits für „Generations Of Jazz“, sein Debütalbum von 1991, wurde Brönner mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Mit dem 1998 veröffentlichten Album „Love“, seinem Einstand beim legendären Jazzlabel Verve, erhält er nicht nur den ’Jazz Award’ als Preis der Deutschen Phono Akademie, sondern erregt – auch international – einige Aufmerksamkeit: eine Tournee führt ihn nach Japan, wo er auch mit dem vom größten japanischen Jazz-Magazin Swing Journal vergebenen ’Golden Disc Award’ gewürdigt wird; darüber hinaus kommt es zu einem Folgeauftrag, der einem Ritterschlag gleicht: Brönner wird als Produzent, Komponist und Arrangeur für „17 Millimeter“ verpflichtet, das erste Soloalbum von Hildegard Knef nach 20 Jahren ohne eine Veröffentlichung der Grande Dame des deutschen Chansons. Auch seine jüngsten Eigenproduktionen sind äußerst erfolgreich: „Oceana“ führte ihn dann erstmals ins Studio nach Kalifornien in die Obhut von Produzent Larry Klein (Joni Mitchell, Peter Gabriel, Leonard Cohen), der dem Trompeter hörbar Raum für seinen unverwechselbaren Spielansatz einräumte und die Gastvokalisten Carla Bruni, Madeleine Peyroux und Luciana Souza versammelte. Das ebenso relaxte wie intensive Album übertraf alle bisherigen Brönner-Erfolge: „Oceana“ hielt sich 18 Wochen in den deutschen Albencharts und wurde mit dem ’Echo 2007’ in der Kategorie Jazz ausgezeichnet. Mit dem aktuellen Album „RIO“, erschienen im September 2008 und mit Auftritten von Gaststars wie Annie Lennox, Aimee Mann, Sergio Mendes oder Milton Nascimento geadelt, durchbrach der vierfache ’Echo’-Preisträger, der auch bereits für den ’Grammy’ nominiert wurde, endgültig die Schallgrenze für Jazz made in Germany: mit „RIO“ enterte Brönner erstmals sogar die Top Ten der deutschen Album-Charts.
Erst jüngst mit dem in diesem Jahr erstmals vergebenen ’Echo Jazz’ in der Kategorie ’Sänger des Jahres International’ ausgezeichnet, wird mit Curtis Stigers ein Saxophonist, Klarinettist und Vokalist zu erleben sein, der auch schon auf Bühnen neben Größen wie Elton John, Eric Clapton oder Prince anzutreffen war. „I wonder why“, den größten Hit von Curtis Stigers, hat wohl jeder schon einmal gehört. Heute bereits ein Evergreen, bedeutete dieser Song für Stigers den Beginn einer beispiellosen Weltkarriere und verhalf seinem gleichnamigen Debütalbum von 1991 zu gleich mehrfachem Platinstatus. Sein ’92er Soundtrack zu „The Bodyguard“ wurde zu einer der meistgekauften Platten überhaupt. Nach zwei weiteren Soloalben mit Welthits wie dem in der US-Kultserie „Dawson’s Creek“ eingesetzten „To Be Loved“ und zahlreichen Kollaborationen mit Jazz-Größen wie Nancy Wilson, Gene Harris, Randy Brecker, Grover Washington, Toots Thielmans, George Benson, Diana Krall und Gerry Mulligan widmet sich Stigers auf den Produktionen der letzten Jahre zunehmend seinen Wurzeln. Bereits sein Album „Real Emotional“ bestach 2007 durch eine geschickte Zusammenstellung einfühlsamer Jazz-Interpretationen herausragender Rocksongs von wegweisenden Künstlern wie Randy Newman, Bob Dylan und Tom Waits sowie einigen neuen Eigenkompositionen. Auf seinem aktuellen Album „Lost in Dreams“, das im Herbst 2009 erschienen ist, treffen eigene Kompositionen auf einige wohlbekannte Jazzstandards sowie Songs von Annie Lennox, Roger Waters und Ron Sexsmith – ein überraschendes Album, das in seiner Gesamtheit noch großartiger ist als die Summe seiner Einzelteile. Stigers große Kunst besteht darin, solch disparate Einflüsse und Quellen zu einer hochoriginellen organischen Einheit zu verbinden, die keine Wünsche offen lässt und aufzeigt, dass die Trennlinien zwischen Jazz, Pop, Soul, Rock, Blues und sogar Country-Musik längst nicht so klar definiert sind, wie es den Anschein haben mag. Spätestens seit seinem denkwürdigen Auftritt zum Finale der jazzopen 2007 im BIX Jazzclub ist der Saxophonist, Klarinettist und Vokalist mehr als ein Geheimtipp für das Stuttgarter Publikum. Und mit seinem Konzert auf dem Pariser Platz bei den jazzopen 2008 wurde endgültig klar, dass die Präsenz von Curtis Stigers auch auf großen Bühnen außerordentlich ist – was auch durch den spontanen Auftritt seines Kollegen Till Brönner nachhaltig unterstrichen wurde.
Mit Mike Batt konnte ein Musical Director für das Festival gewonnen werden, der zu den vielseitigsten Persönlichkeiten der Popmusik gehört. In einem Gremium, das die künstlerische Leitung des Festivals bildet, wird der britische Erfolgsproduzent gemeinsam mit Jürgen Schlensog und Prof. Mini Schulz die Programmplanung übernehmen. Insbesondere verfügt Mike Batt sowohl als Künstler wie auch als Manager seines Labels Dramatico über direkte Zugänge zu internationalen Stars, um mit ihnen exklusive Projekte für die jazzopen stuttgart zu entwickeln. Der bestens vernetzte Sänger, Songwriter, Arrangeur, Dirigent und Komponist gilt als Mastermind der britischen Popmusik und hat bereits mit Größen wie Art Garfunkel, Cliff Richard, Roger Daltrey, Julian Lennon, Stéphane Grappelli und George Harrison zusammengearbeitet, einer seiner größten Erfolge bislang war jedoch die Entdeckung von Katie Melua, die er als Produzent, Arrangeur und Songschreiber zu einer Marke von Weltruhm aufgebaut hat: Die Zusammenarbeit von Katie Melua und Mike Batt wurde zu einer der größten Erfolgsgeschichten der zeitgenössischen Popmusik. Seit 2003 trägt diese äußerst fruchtbare künstlerische Konstellation die schönsten Früchte: nicht weniger als drei komplette Top-Ten-Alben gehen auf ihr gemeinsames Konto. Mit Dramatico betreut er außerdem die Karrieren von Weltstars wie Marianne Faithfull oder Carla Bruni, betätigt sich vor allem aber auch als Talentschmiede mit Acts wie dem australischen Sänger Geoffrey Gurrumul Yunupingu, Jem, Andrea McEwan oder Florence Rawlings, die bei den jazzopen 2009 nicht nur ihre Konzertpremiere auf dem Kontinent feiern konnte, sondern auch noch im Vorprogramm von Katie Melua mit den Stuttgarter Philharmonikern auf der Hauptbühne des Festivals zu glänzen verstand.
Als Songwriter ist er für das von Art Garfunkel bekannt gemachte „Bright Eyes“ verantwortlich, hat Hits für Cliff Richard, David Essex und Alvin Stardust verfasst und eigene Charterfolge wie „Lady of the Dawn“, „The Winds of Change“, „The Ride to Agadir” oder „Summertime City“, aber auch die Titelmelodie von „Wetten, dass..?“ geschrieben. Filmmusik für Kino- und TV-Produktionen stellt einen weiteren großen Teil in Batts künstlerischem Output dar: jahrelang stattete er die bekannte UK-TV-Serie „The Wombles“ mit einer musikalischen Identität aus, Batt komponierte unter anderem die Soundtracks zu „Caravans“, „Keep The Aspidistra Flying“ und „Watership Down“. Als Recording Artist nahm Batt in den frühen 70ern zunächst einige orchestrale Portraits zeitgenössischer Pop- und Rockgrößen auf, bevor er bei einer eigenständigen Form von Orchester-Pop angekommen ist, die er als eine Schnittmenge aus populärer Klassik und balladeskem Pop definierte und für zahlreiche delikate Alben wie „Tarot Suite“, „Schizophonia“ und „Waves“ zu nutzen wusste.
Sein 2008 erschienenes Album „A Songwriter’s Tale“ – eine zusammenfassende Werkschau – stieg sofort nach der Veröffentlichung in die deutschen Charts ein. Anlässlich seines 40. Jubiläums veröffentlichte Mike Batt dieser Tage unter dem Titel „The Mike Batt Music Cube“ eine umfassende Sammlung seines künstlerischen Gesamtwerks. Die CD-Box besteht aus insgesamt 16 Alben in Form von acht Doppel-CDs, die mit wenigen Ausnahmen zurzeit nur exklusiv im Rahmen des „Mike Batt Music Cubes“ erhältlich sind.
Dennoch ist er möglicherweise dort am populärsten, wo er im Hintergrund wirkt, und dabei umso klarer die Fäden in der Hand hält: Mike Batt schrieb auch die wichtigsten Arrangements für Andrew Lloyd-Webbers „Das Phantom der Oper“. Die orchestrale Aufarbeitung der Popmusik zieht sich als roter Faden durch die künstlerische Arbeit von Mike Batt. Daher arbeitet er mit Vorliebe mit großen Klangkörpern zusammen und hat bereits viele namhafte Orchester wie The London Philharmonic Orchestra, The London Symphony Orchestra, The Royal Philharmonic Orchestra oder The Sydney Symphony Orchestra dirigiert – eine Vorliebe, die auch durch seine Kooperationen mit den Stuttgarter Philharmonikern anlässlich der jazzopen stuttgart der vergangenen Jahre eindrucksvoll dokumentiert ist. 2007 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der BPI, der British Phonographic Industry, gewählt. Nach seinem fantastischen Konzert bei den jazzopen stuttgart 2008 und dem Aufeinandertreffen von Katie Melua und den Stuttgarter Philharmonikern bei den jazzopen stuttgart 2009 tritt Mike Batt als Musical Director der jazzopen stuttgart 2010 nun erneut als Gast-Dirigent der Stuttgarter Philharmoniker auf, um diesmal die Starry Starry Night mit Jessye Norman, Katie Melua, Till Brönner, Curtis Stigers und weiteren Überraschungsgästen auf die Bühne der jazzopen zu bringen. Das Orchester der Stuttgarter Philharmoniker stellt einen enorm leistungsfähigen und international renommierten Luxusklangkörper mit großer Tradition und Erfahrung dar, die in langen Jahren auch bei vielen Gastspielen im In- und Ausland gewachsen ist.