DIANNE REEVES
Zu den unbestritten größten Jazz-Vokalistinnen unserer Zeit gehört Dianne Reeves: Ihre unverkennbare Altstimme, das ihr eigene, unverwechselbare Changieren zwischen jazziger Phrasierung und souliger Emotionalität sowie die enorme Bandbreite ihrer expressiven Qualitäten machen sie zu einer kompletten Künstlerpersönlichkeit, die oft, und eben auch zu Recht in einem Atemzug mit ihren großen Vorbildern wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald und - allen voran - Sarah Vaughan genannt wird. Es ist bezeichnend, dass Dianne Reeves die erste Künstlerin war, die 1987 von der reaktivierten Label-Legende Blue Note Records unter Vertrag genommen wurde. Bereits viermal wurde sie mit dem Grammy ausgezeichnet, als einzige Sängerin überhaupt konnte sie in drei Jahren in Folge den begehrten Preis entgegennehmen: 2001 für "In the Moment", ihre erstes Live-Album, 2002 für "The Calling" und 2003 für "A Little Moonlight". Auch für ihren Soundtrack für "Good Night, and Good Luck" von und mit George Clooney erhielt Dianne Reeves einen Grammy. Sie war auf Tour mit Harry Belafonte und Sergio Mendes, arbeitete mit so renommierten Jazz-Musikern wie Herbie Hancock, McCoy Tyner, Wynton Marsalis und Roy Hargrove sowie Star-Producern wie Quincy Jones, Arif Mardin oder George Duke - der ihr Cousin ist - zusammen und hatte Auftritte bei der Schlusszeremonie der Olympischen Winterspiel in Salt Lake City oder in der TV-Serie "Sex and the City". Auch ihr Anfang April auf Blue Note erschienenes, aktuelles Album "When You Know" zeigt Dianne Reeves wieder von ihrer besten Seite.


