Amy Winehouse
Für eine exklusive Show kommt die amtierende UK-Soulqueen nach Stuttgart: Nachdem die drei Deutschland-Termine ihrer für April geplanten Tour gecancelt wurden, ist der Auftritt bei den jazzopen das einzige Deutschlandkonzert der Festivalsaison von Amy Winehouse. Der Shootingstar und Medienliebling unter den modernen Soulsängerinnen hat sich mit ihrem jüngst erschienenen zweiten Album innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der britischen Popmusiker katapultiert. Seit Wochen belauert ''Back To Black'' die Top 10 der deutschen Charts. Dabei sind die Songs der 23-Jährigen alles andere als Weichspülpop. Nahezu aus dem Nichts heraus - ihr Debütalbum ''Frank'' servierte noch relativ relaxten Jazzpop - hat sie ein Maß an Präsenz erlangt, das fast unwahrscheinlich anmutet: An dieser markanten, rauchigen Stimme gibt es momentan kein Vorbeikommen. Die Boulevardpresse zeigt sich fasziniert von einer Künstlerin, deren Lebenswandel dem eines Pete Doherty in nur wenig nachsteht. Amy Winehouse bezieht ihren Soul direkt aus einer schonungslosen Offenheit und Frontalität, die auch vor Raubbau am eigenen Körper nicht haltmacht. Ihre Songs sind zutiefst autobiografisch, speisen sich unmittelbar aus ihren Erfahrungen: Als ihr Tourmanager anregte, eine Entzugstherapie in Erwägung zu ziehen, hat sie ihn kurzerhand gefeuert. In ''Rehab'' - bereits jetzt einer der Hits 2007 - singt sie: ''They tried to make me go to rehab, I said no, no, no''. Dennoch stellt sich nie der Eindruck ein, hier werde Authentizität vorgegaukelt, vielmehr beschleicht einen ein zwingender Verdacht: Amy Winehouse ist tatsächlich echt.

