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Element of Crime
Itamar Borochov
Montag 13.09.2021
Einlass: 17.30 Uhr
Beginn: 19.00 Uhr
Altes Schloss ALLE ZEITEN OHNE GEWÄHR. ÜBER DIE GENAUEN SPIELZEITEN INFORMIEREN WIR AM SHOWTAG.
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Tickets erhalten Sie ausschließlich telefonisch beim Veranstalter unter +49 (0)711 50990-0.
Bei entsprechendem Nachweis erhält die Begleitperson kostenfreien Zutritt zu den jazzopen.

Element of Crime

Das Spiel mit der Sprache

Grausam ist der Haifisch – so lautet die erste Zeile des jüngsten Albums von Element of Crime, ein tierisches Vergnügen mit dem Titel Schafe, Monster und Mäuse. Sven Regener, Bandgründer, Wortführer und Sänger, mag einfach das Wort. „Ich liebe das Spiel mit der Sprache. Haifisch ist ein starkes Wort, da zischt das Gemeine gleich mit. Ich habe mehrere Worte, die ich unbedingt mal singen will. Manchmal baue ich einen Song nur um ein einziges Wort herum.“

So hält Regener das schon ewig – an der Seite von Mitgründer Jakob Ilja (Gitarre) und Schlagzeuger Richard Pappik sowie Bassist David Young, die etwas später zur Band stießen. Aber was heißt schon später? Element of Crime gibt’s seit 1985. Schon 1987, ihr erstes Album Try to be Mensch hatte sich gerade 10.000 Mal verkauft, gerieten die vier in die Schlagzeilen. Bei ihrem inoffiziellen Auftritt vor 2.000 Menschen in der überfüllten Ost-Berliner Zionskirche legten sich rechtsextreme Skinheads skandalwürdig mit dem Publikum an. 1992 spielte Element of Crime im Vorprogramm von Herbert Grönemeyer. Mal nahm die Band eine Auszeit, mal stellte sie auf deutsche Texte um, mal widmeten sich die Bandmitglieder anderen Projekten oder schrieben Bücher, mal traten sie im ARD-Tatort auf. Element of Crime ist irgendwie immer da. Und 2010 gab es für das Album Immer da wo du bist bin ich nie ihre erste goldene Schallplatte.

Wenn Element of Crime am 13. September im Alten Schloss spielt, lohnt es sich also, nicht nur auf die Musik, sondern auch auf die Texte zu hören. Weil sie interessant sind. Aber, warnt die Band mit einer großen Portion Selbstironie auf ihrer Website: „Immer nur Niveau, das nervt.“ Und Regener sagt: „Ich bin Musiker, ich habe nicht die Aufgabe, den Leuten die Welt zu erklären.“    

Element of Crime live bei den jazzopen 2021

Sven Regener - Gesang, Gitarre, Trompete

Jakob Ilja - Gitarre

Richard Pappik - Drums, Percussion, Mundharmonika

David Young - Bass

Rainer Theobald - Saxophon, Klarinette

Ekki Busch - Akkordeon

Itamar Borochov

Verbinder der Kulturen

Die Welt hat kaum noch Grenzen, Kulturen verschmelzen im Einklang – zumindest musikalisch ist das möglich. Wenn einer die richtigen Töne dafür findet, wenn einer das richtige Gefühl dafür mitbringt. Einer wie Itamar Borochov. Der Jazz-Trompeter und Komponist stammt aus einer bucharischen Familie und wuchs in Israels multireligiöser Hafenstadt Jaffa auf. Inspiriert von Größen wie Louis Armstrong, Miles Davis oder Wynton Marsalis griff er schon mit elf Jahren zur Trompete. Zum Musikstudium zog es ihn nach New York. Seitdem verbindet er Jazz mit arabischen und afrikanischen Musiktraditionen. „Musik reflektiert das Leben“, sagt Itamar Borochov, „in vielen meiner Melodien hört man Elemente des Mittleren Ostens. Man kann immer etwas Vertrautes darin finden, egal aus welchem Kulturkreis man kommt.“

Außergewöhnliche Projekte wie mit dem jüdisch-marokkanischen Lyriker Rabbi Haim Louk, dem New Jerusalem Orchestra dem israelischen Rockstar Dudu Tassa oder dem Weltmusik-Projekt Yemen Blues haben ihn in der Heimat zu einem Star gemacht. Seine Tourneen führten ihn bereits über vier Kontinente. Heute lebt Borochov in Brooklyn. Erst im Februar überreichte im Dee Dee Bridgewater den prestigeträchtigen LetterOne „Rising Star“ Jazz Award. Am 13. September im Alten Schloss wird Itamar Borochov mit seinem Quartett erwartet.  

Itamar Borochov live bei den jazzopen 2021

Itamar Borochov - Trompete

Rob Clearfield - Piano

Cedric Raymond - Double Bass

Jay Sawyer - Drums