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German Jazz Trophy: Rolf und Joachim Kühn
Donnerstag 12.07.2018
Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr
SpardaWelt Eventcenter
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0711 99 799 999
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Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Besucher sind bei den jazzopen herzlich willkommen.
Tickets erhalten Sie ausschließlich telefonisch beim Veranstalter unter +49 (0)711 50990-0.
Bei entsprechendem Nachweis erhält die Begleitperson kostenfreien Zutritt zu den jazzopen.

German Jazz Trophy: Rolf und Joachim Kühn

Atemberaubendes Familienfest des Jazz....", so beschreibt die Zeit (online 2012) die CD "Lifeline" der Brüder Kühn. Auch wenn sich die Lebenswege der Brüder zeitweilig trennten, kam es doch immer wieder zu fruchtbaren Begegnungen zwischen Rolf Kühn und seinem 15 Jahre jüngeren Bruder Joachim. In ihren außergewöhnlichen Karrieren spiegelt sich die deutsche und internationale Jazzentwicklung in besonderem Maße wieder. Sowohl den Klarinettisten Rolf als auch den Pianisten Joachim Kühn führte ihre Kunst hinaus aus den engen Grenzen der DDR und beide bezogen sich zeitlebens auf ihre musikalischen Wurzeln in der Bachstadt Leipzig, wo sie ihre ersten musikalischen Gehversuche unternommen hatten.

Die Brüder Rolf und Joachim Kühn werden mit der German Jazz Trophy 2018 ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert sowie einer Statue des Stuttgarter Bildhauers Otto Hajek. Er wird verliehen von der Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg, der neuen musikzeitung und JazzZeitung.de sowie der Kulturgesellschaft Musik+Wort e.V. Stuttgart. Die Verleihung findet als Eröffnungsveranstaltung der jazzopen Stuttgart 2018 im SpardaWelt Eventcenter am 12. Juli 2018 um 19:00 Uhr statt. Im Preisträgerkonzert werden Rolf und Joachim Kühn im Duo zu hören sein.

Rolf Kühn, Jahrgang 1929, geboren in Köln fand in den frühen Nachkriegsjahren zum Jazz, spielte im 1947 gegründeten Rundfunk-Tanzorchester Leipzig Saxophon und Klarinette und wechselte drei Jahre später zum RIAS Berlin. 1956 zog Kühn nach Amerika und gastierte in New York mit Caterina Valente. Von 1958 bis 1962 spielte der Klarinettist im Orchester von Benny Goodman und bei Tommy Dorsey. 1962 kehrte er nach Deutschland zurück und leitete das NDR-Fernsehorchester in Hamburg. Es folgten zahlreiche Kollaborationen und Albumaufnahmen.

Joachim Kühn, Jahrgang 1944, geboren in Leipzig, machte seine ersten Schritte Richtung Jazz mit bekannten DDR-Freejazzern wie Ernst-Ludwig Petrowsky, Klaus Koch und Klaus Lenz. Mit Mitte 20 trat Kühn bei Jazzkonzerten in Prag und Warschau auf und reiste 1966 zu einem von Friedrich Gulda organisierten Klavierwettbewerb nach Wien und lebte fortan im Westen Deutschlands. Dort fand er raschen Anschluss an die internationale Szene, spielte sofort mit seinem Bruder beim Jazzfest Berlin sowie beim Newport Jazz Festival. In seiner außergewöhnlichen Soloarbeit verbindet er Elemente von deutscher Spätromantik und französischem Impressionismus mit jazzgerechter Improvisation.