Jazzopen Playground BW

Auch bei der 26. Ausgabe der jazzopen hatten Nachwuchstalente wieder ihren festen Platz im Festivalprogramm: Zum 11. Mal bot der Wettbewerb jazzopen playground BW aufstrebenden Künstlern aus Baden-Württemberg Auftrittsmöglichkeiten auf den Festivalbühnen. Ziel des Veranstalters Opus ist es, junge, talentierte Nachwuchsbands zu fördern und ihnen die Chance zu geben, sich einem breiten Publikum zu präsentieren.

Am Wettbewerb teilnehmen können Nachwuchsbands aus Baden-Württemberg aus dem Bereich Jazz, Soul, Pop und daran angrenzenden Genres. Eine Fachjury unter dem Vorsitz von Prof. Mini Schulz, Professor an der Musikhochschule Stuttgart, wählte aus allen Bewerbern die Bands aus, die geeignet sind, den jeweiligen Konzertabend zu eröffnen. Die Gewinner-Bands traten live als Opener auf den Bühnen der jazzopen auf. Begleitend zum Auftritt wurden die Gewinner-Bands in die aufmerksamkeitswirksame Festivalkommunikation eingebunden und erhielten eine Auftrittsgage.

Die Bewerbungsfrist beginnt voraussichtlich im Februar 2020.

Gewinner des playground BW 2019

Silk & Steel

Freitag, 5. Juli, Altes Schloss

Das neunköpfige Soloprojekt des Saxophonisten, Komponisten & Arrangeurs Paul Andrew wurde 2018 gegründet und fusioniert die Welt des modernen Groove Jazz mit all seinen Facetten und sogar lateinamerikanischen Elementen mit der filigranen, geradezu erhabenen Klangwelt des klassischen Streichquartetts. Das Ergebnis sind sphärische, raumgebende Klänge, die die miteinander vertraute Rhythmusgruppe umhüllen und ihr ganz neue Tiefe und Glanz verleihen. Trotz der großen Besetzung, die an nichts spart, und des Saxophons, das stets die Führungsrolle in den Themen der Stücke einnimmt, kommt niemand der anderen Musiker zu kurz. Die Jazzmusiker der Extraklasse, welche die Rhythmusgruppe bilden, beweisen sich durch gefühlvolle Soli und ein sagenhaftes Zusammenspiel, während die virtuosen, klassisch ausgebildeten Streicher die musikalisch erzählten Geschichten mit subtiler Dynamik und erfrischender Leichtigkeit unterlegen. Ein „Klicken“ der beiden Welten ist klar spürbar und bislang wenig erforschte Klangfarben kommen zum Vorschein, die in der Lage sind, jeden Zuhörer in den Bann zu ziehen und auf eine Reise durch Gedanken, Gefühle und sonstige Welten zu schicken.

Pulse Project

Dienstag, 9. Juli, Altes Schloss

Bei der Formation Pulse Project verschmelzen verschiedene Kulturen und Musikstile auf eine faszinierende Art und Weise. Die kreativen Köpfe hinter der insgesamt sechsköpfigen Band sind Yazan Alsabbagh (Klarinette) und Hesham Hamra (Oud), die schon im Kindesalter zusammen musizierten und in ihrem Heimatland Syrien bereits große musikalische Erfolge erzielen konnten. Santino Scavelli (Schlagzeug), Simon Zauels (E-Bass), Andre Haaf (Keyboard) und Julius Imhäuser (Gitarre) bilden den rhythmusgebenden Part bei Pulse Project.
Ihre Musik lässt sich als eine Fusion von arabischer und westlicher Musik bezeichnen. Dabei bedienen sie sich Elementen von Jazz, Rock bis hin zu Reggae. Die Musiker, die sowohl an der Popakademie Baden-Württemberg als auch an der Musikhochschule in Mannheim studieren, haben es geschafft, sich trotz ihres unterschiedlichen musikalischen Backgrounds aufeinander einzulassen, um etwas Neues und Außergewöhnliches zu schaffen. Ein Großteil der Stücke stammt von dem zur Zeit in Berlin lebenden Klarinettisten Yazan Alsabbagh, der sich in seiner Heimat Syrien bereits einen Namen erspielt hat.
Seit nun knapp zwei Jahren existiert die Band und konnte in der Zeit ihr Publikum bereits an vielen verschiedenen Orten in den Bann ziehen. Lokalisiert in der Musikstadt Mannheim, spielten sie dort bereits im Kulturzentrum, im Barockschloss, in der Alten Feuerwache und zuletzt im ausverkauften Jazzclub Ella & Louis. Aber auch außerhalb der Quadratstadt haben die sechs Musiker schon ihr
Publikum begeistert: so traten sie sowohl auf der Musikmesse Frankfurt als auch im Hamburger Hafen auf.
Auch die Veröffentlichung ihres ersten Live-Videos der Single „Byat on Fire“ stieß auf viel Zuspruch.

MachantMachant

Mittwoch, 10. Juli, SpardaWelt Eventcenter

Robin Antunes und Laura Kipp lernten sich 2017 am Konservatorium Paris kennen und gründeten ein Duo, das sich auf die Kompositionen des Pariser Violinisten und der Stuttgarter Sängerin konzentriert. Die Melodien lassen Anleihen beim Irish Folk und beim Chanson erkennen, sind jedoch in ungewöhnlicher Singer-Songwriter Besetzung klanglich neu definiert.
Robin Antunes ist einer der Pioniere in seinem Fach. Mit Effekten verleiht er Geige und Mandoline eine neue Rolle im Jazz und kreiert spannende Klänge und Atmosphären, die sich mit der warmen Stimme im akustischen wie auch elektrischen Klang perfekt vereinen.

Lukas de Rungs Quintett

Freitag, 12. Juli, SpardaWelt Eventcenter

2017 gegründet, ist das „Lukas de Rungs Quintett“ das neueste Projekt des Mannheimer Pianisten mit dem rätoromanischen Nachnamen.
Hier spüren fünf Musiker den gleichen Puls. Die Kombination aus Trompete und weiblichem Gesang wird getragen vom kompakten Sound eines Trios aus Kontrabass, Schlagzeug und Klavier. Es ist Musik, die atmet, voller Seele ist, rhythmisch komplex und geerdet. Sie verbindet die Einflüsse, die den 28-jährigen Komponisten und Bandleader geprägt haben. Er ist Schulmusiker, Jazzpianist, Beatboxer, aktiv im Hip-Hop-Projekt „Kleister“ und in klassischen Chören, als Sänger und Dirigent.
2016 gewann er zwei  Jazz-Klavier-Wettbewerbe in Nürnberg und Langnau (CH). Mit  „trio de lucs“ war er Finalist des Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis und B-Jazz in Leuven (BE). Seit 2019 ist er Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. Im „Lukas de Rungs Quintett“ vereint er seine Lieblingsmusiker*innen aus seinen zwei Heimatländern Deutschland und der Schweiz.

Pascal Blenke

Freitag, 12. Juli, Schlossplatz

Pascal Blenke wurde schon in jungen Jahren von seinen Eltern an die Musik herangeführt und begann 7 Jahren das Klavierspielen. Nach 7 Jahren klassischem Unterricht wechselte er nach Augsburg an die Musikschule Downtown, wo er bei Tom Jahn das erste Mal in Kontakt mit Jazz und Popmusik kam. Nebenbei nahm er klassischen Klarinettenunterricht und ab 2014 auch modernen Gesangsunterricht. Noch im selben Jahr gewann er mit seiner ersten Jazzcombo einen Förderpreis bei Jugend Jazzt und wurde 2 Jahre später Pianist im Landesjugendjazzorchester Bayern.

Im Oktober 2017 begann Pascal sein Studium in Stuttgart bei Fola Dada und Anne Czichowsky und wurde ein halbes Jahr später Sänger im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg.
Eine seiner größten Leidenschaften ist Songwriting. Seit 2015 nahm er klassischen Tonsatzunterricht und lernte die Grundlagen der Mehrstimmigkeit und der Musiktheorie. Noch im selben Jahr schrieb er seinen ersten Popsong und komponiert seitdem regelmäßig. Auch begann er die Arbeit mit Logic und produzierte eigene Songs am Computer. Mittlerweile schreibt er sowohl eigene Songs im Bereich Pop, Jazz, Funk und HipHop für sein Soloprojekt, als auch Bigband-Arrangements und Orchesterstücke. Im März 2018 gründete Pascal eine Band die zum ersten Mal ausschließlich seine Stücke mit ihm als Frontman auf die Bühne bringt. Im Dezember gewann er mit diesem Projekt den Bandwettbewerb Jazz Hautnah Mannheim.

Miricalls

Samstag, 13. Juli, Schlossplatz

„Die Welt ist voller Wunder und es liegt an dir, ob du sie siehst.”

Mal episch, mal groovig, mal emotional und doch unverwechselbar. Eine voluminöse Stimme, mit jeder Menge Vielfalt und 1000 Details! Das ist das Debüt von Miricalls: Dare To Be You!
Die Stuttgarter Künstlerin zeigt 2017 zum ersten Mal der Musikbranche ihren Sound und findet Anklang:
Die Lokal-Medien Stuttgarts bezeichnen Miricalls als „die neue British-Pop Hoffnung Stuttgarts“ und als „sehr umtriebige junge Sängerin, an der neben der Stimme die Flexibilität auffällt. Von der minimalistischen Akustikbesetzung bis zur neunköpfigen Band!“ Die „neue Musikhoffnung aus Stuttgart“. Ihre Songs berühren mit natürlicher Ausdruckskraft und Energie.
Die Texte so tiefgründig wie ihre Stimme. Miricalls erzählt in ihren Songs Geschichten und gibt den Hörern eine Perspektive, deren Welt von einer anderen Seite zu betrachten – von einer positiven. „Ich möchte den Menschen Hoffnung in ihre Herzen legen, denn – There can be Miricalls when you believe.“

Yellow

Samstag, 14. Juli, Schlossplatz

Yellow ist eine 5-köpfige Indie-Rock Band aus Mannheim, die sich durch orientalisch angehauchte Gesangseinlagen, atmosphärische Gitarrenriffs, schnelle Schlagzeugfills und aufregende Jam-Parts auszeichnet. Die beiden Frontfrauen Hannah und Magdalena ergänzen den impressionistisch geprägten Rock-Sound der Jungs durch zweistimmige Gesangsparts, die sich auf den teilweise wilden Klangteppich legen.

2017 begann die Reise der Fünf. Hannah, Magdalena, Leopold, Jonatan und Andreas lernten sich in ihrer Schulzeit in Mannheim kennen und erkannten sofort, dass die Musik sie verband.
Mit ihrer Musik will Yellow philosophische Fragen aufwerfen und auch die Musik infrage stellen. Yellow sieht ihre Musik als eine Art grundlegende Entscheidungsfrage.

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